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Pro und Contra: Antibiotika

Eltern Home Ratgeber Wissenswertes Mrz 06, 2019 | show | view 76



In der modernen Zeit nicht mehr wegzudenken sind Antibiotika. Sie helfen bei der Heilung von Krankheiten, die noch viele Jahrzehnte zuvor zum Tode führten.

Bildquelle: Pixabay.com

Doch bei allem, das für den Einsatz eines Antibiotikums spricht, gibt es auch einige Nachteile.

Schnelle Hilfe bei bakteriellen Erkrankungen

Antibiotika sind die Wunderwaffe gegen bakterielle Erkrankungen und werden dementsprechend häufig verordnet. Im Gegensatz zu Deutschland sind in manchen anderen Ländern Antibiotika frei erhältlich, das heißt der Patient braucht kein Rezept, um ein solches Medikament zu erhalten. Mediziner beäugen diese Entwicklung äußerst kritisch, werden Antibiotika dadurch zu häufig und wahllos eingenommen. Eine Unsitte ist es auch, die Mittel abzusetzen, bevor die Wirkung abgeschlossen ist. Einige dieser Medikamente müssen genommen werden, auch wenn die Krankheitszeichen zunächst abgeklungen scheinen. Nur dann können sie die vollständige Wirksamkeit entfalten.

Weiterhin werden pro Jahr immer weniger Antibiotika neu zugelassen, trotz vorhandener Ressourcen in diesem Bereich. Nur etwa 80 Substanzen, die Bakterien abtöten können, werden therapeutisch genutzt, obwohl das Einhundertfache an solchen Wirkstoffen bekannt ist.

Diese Gründe tragen dazu bei, dass viele Erreger nicht mehr wirksam bekämpft werden können, sich so genannte Antibiotika-Resistenzen bilden. Denn wird das Mittel zu häufig oder bei Belieben eingesetzt, wird es wirkungslos gegen Keime. Die Bakterien „lernen“ trotz des Mittels zu überleben.

 

Wirkungsweise von Antibiotika

Bei bakteriell verursachten Infektionskrankheiten ist ein Antibiotikum das Mittel der Wahl. Es gilt als gut verträglich und sicher. Antibiotika verhindern die weitere Vermehrung der Bakterien und/oder töten die Bakterien komplett ab. Dass diese Wirkung nicht nur die Krankheitserreger betrifft, sondern auch die wertvollen Bakterien, die unser Organismus für sein Gleichgewicht braucht, wird anhand der Nebenwirkungen deutlich: Häufig verursachen Mittel gegen Bakterien Durchfall, weil sie die Bakterien der Darmflora schwächen. Pilzinfektionen in der Scheide resultieren aus einem gestörten Milieu, weil die Milchsäurebakterien durch Antibiotika beeinflusst werden können.

Unter der Einnahme von Antibiotika klagen manche Patienten über Beschwerden im Bauchbereich, Übelkeit und/oder allergische Hautreaktionen (Juckreiz, rote Flecken). In seltenen Fällen werden die Leber und/oder die Nieren angegriffen. Selbst wenn diese Beschwerden auftreten, ist es ratsam mit dem behandelnden Arzt zu sprechen, bevor die Einnahme vorzeitig abgebrochen wird.

Gefahr der Antibiotikaresistenz

Zu viele, zu häufig oder falsch eingenommene Antibiotika begünstigen die sogenannte Antibiotikaresistenz. Die Bakterien werden nicht mehr wirksam bekämpft, weil sie eine Unempfindlichkeit gegen bestimmte Mittel entwickeln. Dies sieht man deutlich an der Berichterstattung über sogenannte multiresistente Krankenhauskeime, die immer häufiger auftreten. Auch das Robert-Koch-Institut warnt. So wird beobachtet, dass bakterielle Infektionskrankheiten wieder zunehmen, die Antibiotika aber oft nicht mehr dagegen ankommen. Folgende einfache Regeln helfen, Patienten vor einer Antibiotikaresistenz zu schützen:

1. Antibiotika sollten nur im wirklichen Ernstfall verordnet werden.

2. Die vom Arzt vorgegebenen Einnahme- und Dosierungshinweise müssen beachtet werden.

3. Antibiotikum so lange einnehmen, wie als Verordnungsdauer angegeben ist und nicht bei verbessertem Gesundheitszustand eigenmächtig absetzen.

 

Verhaltensregeln, die die Wirksamkeit von Antibiotika unterstützen

 

1. Dem Körper Ruhe gönnen, auch wenn sich der Patient wieder fit und leistungsfähig fühlt. Das Immunsystem kann länger geschwächt sein.

2. Joghurt dient zur Unterstützung, wenn Betroffene vom Durchfall geplagt werden. Probiotischer Joghurt wird sogar vorbeugend empfohlen; im Nachhinein an eine     Antibiotika-Therapie unterstützt er den raschen Wiederaufbau der Darmflora.

3. Milchprodukte mit einigen Stunden Abstand zum Antibiotikum einnehmen, weil sie die Wirkung des Medikaments beeinträchtigen können.

 

 

 



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