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Die Bundesliga im internationalen Vergleich chancenlos?

Home Sport Wissenswertes Aug 10, 2019 | show | view 182



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Die neue Bundesliga-Saison steht vor der Tür und die Teams des deutschen Oberhauses basteln nach wie vor mit Hochdruck an ihren Kadern. Auch in England, Spanien und Italien sind die Aktivitäten der Klubs auf dem Transfermarkt nie bis kurz vor dem Schließen des Transferfensters abgeschlossen. Wer leistet dort die beste Arbeit? Schießt Geld wirklich die meisten Tore und sorgt für Titel? Die Bundesligisten müssen im Vergleich zur Konkurrenz kleinere Brötchen backen und einmal mehr stellt sich die Frage, ob Deutschlands Elite-Liga im internationalen Vergleich noch weiter abgehängt wird.

 

Man muss sich nur mal die Europapokal-Finale der vergangenen Saisonen vor Augen führen. In der Champions League holte der FC Liverpool den Titel gegen Tottenham. In der Europa League gewann Chelsea das Stadtderby gegen den FC Arsenal. Die Premier League hat Europa dominiert und dort fließt auch das meiste Geld. Die englischen Klubs haben, wie bei Transfermarkt nachzulesen, seit dem Transfersommer der Saison 18/19 schon über 2,5 Milliarden Euro in neues Personal investiert. Dabei machten sie ein Transferminus von mehr als 1,5 Milliarden Euro. Die Erfolge sprechen ganz klar dafür, dass Geld eben doch am Ende den Unterschied ausmacht.

 

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Auch in Spanien und Italien wurden in diesem Zeitraum mehr als zwei Milliarden Euro auf dem Transfermarkt ausgegeben. Abgeschlagen auf Rang vier folgt die Bundesliga mit „nur“ 1,17 Milliarden Euro. Was aber noch viel interessanter ist: Der Saldo der deutschen Klubs liegt bei gerade einmal -134 Millionen Euro. In Deutschland werden die Vereine immer mehr wie Wirtschaftsunternehmen geführt. Risiko und Nutzen werden stark abgewogen. Bloß nichts riskieren und am Ende auf schwarze Zahlen kommen. Klingt einerseits gut, andererseits aber bleibt der sportliche Erfolg dabei meist auf der Strecke.

 

Dies verdeutlichen auch die Champions-League-Quoten bei Betfair zum Stand vom 07. August. Zu den Top-Favoriten auf den Titelgewinn 2019/20 zählen Manchester City mit 5,00, der FC Barcelona (6,00) und der FC Liverpool (7.50). Darüber hinaus kommen Juve und Real Madrid mit jeweils 8,50 noch auf eine einstellige Quote. Die Bayern sind im Konzert der ganz Großen mit 12,00 nur noch Außenseiter. Und das macht sich auch auf dem Transfermarkt bemerkbar. Wenn Spieler wie Antoine Griezmann, Neymar oder Paul Pogba einen neuen Verein suchen, machen sich die Bundesligisten nicht einmal mehr die Mühe, ins Wettbieten einzusteigen. Zum einen, da man sich die Spieler schlicht nicht leisten kann, zum anderen, weil die Qualität der Klubs einfach nicht mehr reicht, um international erfolgreich zu sein. Das macht einen Wechsel in die Bundesliga einfach zu uninteressant für die Topstars. Ein Teufelskreis, den die Klubs mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern versuchen entgegenzuwirken.

 

Jose Holebas brachte es auf den Punkt. Der Ex-Löwe verdient sein Geld seit fünf Jahren in der Premier League beim FC Watford. Nicht unbedingt ein europäischer Spitzenklub, für ihn aber trotzdem attraktiver als eine Rückkehr nach Deutschland. „So wie ich das mitbekomme, will einfach keiner mehr nach Deutschland“, sagte er im Interview mit dem Sportbuzzer. Das trifft sicherlich nicht zu, doch in Bezug auf die absoluten Weltstars hat Holebas nicht Unrecht. Aber genau solche Spieler sind notwendig, will man mit den europäischen Spitzenklubs auf Dauer mithalten. Dass die Kluft derzeit vor allem im Vergleich zur Premier League zu groß ist, zeigten die Spiele der Bayern, der Dortmunder und der Schalker in der vergangenen Königsklassen-Saison. Sie alle schieden gegen englische Klubs aus. Ein rein deutsches Finale wie 2013 zwischen den Bayern und dem BVB wäre derzeit undenkbar.

 

Es wäre wohl ähnlich gelaufen, hätten die Bundesligisten mit Real Madrid, Barcelona oder Juventus Turin die Klingen gekreuzt. Diese Vereine schaffen es nach wie vor, die besten Spieler der Welt von einem Wechsel zu überzeugen. Ob Deutschland da wieder hinkommen wird, ist fraglicher denn je.

 

Man muss die Sache nüchtern betrachten. In Sachen Zuschauerinteresse und Infrastruktur ist die Bundesliga nach wie vor die Nummer eins in Europa. Sportlich ist das längst nicht mehr der Fall. Mittlerweile muss man aufpassen, in der UEFA-Rangliste nicht auch noch von Frankreich überholt zu werden. England, Spanien und auch Italien enteilen immer weiter.

 

 



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