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Die Aufnahme einer Dashcam wird als Beweismittel zugelassen

Home News Ratgeber Rechtsratgeber Technik Wissenswertes Aug 17, 2018 | show | view 603



DashcamWer kennt nicht die unzähligen Videos von Verkehrsunfällen aus aller Welt, die im Internet kursieren. Hingegen gab es für die Nutzung im deutschsprachigen Raum keine eindeutige Regelung, wenn es darum geht, heikle Verkehrssituationen im eigenen Auto zu filmen. Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs lässt nun aber aufhorchen. Erstmals wurde die Aufnahme einer Dashcam als Beweismittel in einem Verfahren zugelassen.

 

Auch wenn in der Urteilsbegründung ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass neue Technologien durchaus zur Sicherheit im Verkehr beitragen können, ist nach Aussage der Richter das permanente Aufzeichnen von Videos im eigenen PKW nicht zulässig. Entsprechend wird eine Auswertung von Videoaufnahmen nur im Einzelfall zugelassen. Somit gibt es weiterhin keine klare Regelung für den Autofahrer. Zumal es auch datenschutzrechtliche Bedenken bei einem ständigen Filmen im Straßenverkehr gibt.



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Steigende Nachfrage nach Dashcams

Nach dem Urteil wäre jedoch eine situationsabhängige Nutzung einer Dashcam durchaus zulässig. Allerdings stellt sich dann die Frage, ob der Autofahrer in einer brenzligen Situation noch in der Lage ist, seine Dashcam zu aktiveren.

 

Grundsätzlich ist eine Dashcam auch für die Aufzeichnungen von beliebigen Situationen geeignet. So können auf diesem Weg auch Urlaubserinnerungen oder witzige Situationen in Bild und Ton festgehalten werden. Zumal aktuelle Dashcams in der Lage sind, Videomaterial in hochauflösender Qualität zu liefern.

Vorsicht bei Verletzung von Persönlichkeitsrechten

Dennoch wird das aktuelle Urteil dafür sorgen, dass die Nachfrage nach Dashcams in Deutschland steigen wird. Weiterhin sollte ein Fahrer auf das permanente Filmen im Auto verzichten. Schwierig wird es besonders dann, wenn die so entstandenen Videos zu einem späteren Zeitpunkt im Netz veröffentlicht werden. In den meisten Fällen werden dabei auch die Gesichter von unbeteiligten Verkehrsteilnehmern oder die Kennzeichen anderer Fahrzeuge ohne deren Zustimmung gespeichert. Dies wäre nach der aktuellen Rechtsprechung eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte einzelner Personen. Im Einzelfall kann es dann zu einer Geldstrafe kommen.



Tags #Aufzeichnungen #Beweismittel #Dashcams #Geldstrafe #Gericht #Videoaufnahmen

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